PHILOSOPHIE

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Richtig Fragen

Richtig fragen will gelernt sein: In meinem Unterricht beobachtete ich, wie einige Schüler versuchten, sich die gerade gezeigte Technik gegenseitig zu erklären. Die Verwirrung war groß.

Ich mahnte: Ihr hättet in eurer Ahnungslosigkeit, gegenseitige Unterstützung am besten zeigen können, wenn ihr mit Einfühlungsvermögen und Interesse zugehört hättet.

Daher folgendes:

Einem Menschen ungefragt einen Ratschlag erteilen heißt, davon auszugehen, dass er nicht weiß, was er tun soll, oder nicht mehr allein weiterkommt. Für Menschen ist das ein wunder Punkt, denn kompetent zu sein ist für sie das Allerwichtigste.

Jedoch … wenn ein Mensch einmal wirklich Hilfe braucht, ist es ein Zeichen von Klugheit, sie auch einzuholen. In diesem Fall wird er jemanden finden, den er respektiert, und dann über sein Problem auch sprechen.

Wer zu wenig fragt, erfährt nicht viel. Wer zu viel fragt ist ständig verwirrt …. Fragen will gelernt sein. Daher gilt folgendes Motto: Frage immer passend zum Thema. Stelle deine Frage so, so dass du die Antwort auch verstehst. Hier sind kleine Schritte wünschenswert um ein Ganzes zu erhalten.

Konfuzius lehrte: Fragen stellen ist unschicklich. Die Jungen dürfen zuhören, aber nicht zuviel fragen, um beim Unterricht keine Stufen zu überspringen. Ein Schüler der gut zu fragen versteht, der macht es, wie wenn man hartes Holz bearbeitet; er macht sich erst an das Leichte und dann an die Knoten. Auf Dauer macht es gegenseitig Freude, die Schwierigkeiten aufzulösen.

Ein Lehrer, der gut auf Fragen zu warten versteht, der macht es wie eine Glocke, die angeschlagen wird. Schlägt man sie wenig an, so gibt die Glocke einen kleinen Ton, schlägt man sie stark an, so klingt sie laut.